OKliBio fokussiert sich auf die Wiederherstellung und bessere Pflege von Streuobstwiesen in Nordböhmen und im benachbarten Sachsen. Diese Landschaftselemente tragen zum Schutz der Biodiversität, zur Kohlenstoffspeicherung, zur Verbesserung des Mikroklimas sowie zur Stärkung der lokalen Obstproduktion bei. Gerade die Verbindung ökologischer Vorteile mit praktischer Nutzung in der Landschaft zeigt, dass Bioökonomie nicht nur auf neue Technologien setzen muss, sondern auch auf eine kluge Weiterentwicklung bewährter Bewirtschaftungsformen.
Auf dem Kongress wurde das Projekt als Beispiel dafür vorgestellt, wie grüne Infrastruktur als Investition verstanden werden kann – in die Landschaft, das Klima und die regionale Wirtschaft. Streuobstwiesen wurden dabei im breiteren Kontext des Übergangs von einer fossil geprägten Wirtschaft hin zu nachhaltigeren Modellen diskutiert, die auf erneuerbaren biologischen Ressourcen basieren und lokale Bedingungen berücksichtigen.
Das Projekt OKliBio fügt sich somit in die aktuelle Debatte über Bioökonomie als Weg zu einer widerstandsfähigeren Landschaft und Gesellschaft ein. Es zeigt, dass auch scheinbar „gewöhnliche“ Obstbäume Teil der Lösung großer Herausforderungen unserer Zeit sein können – vom Naturschutz bis hin zum Klimawandel.
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