Derzeit werden historische Daten zu Obstgärten im Böhmischen Mittelgebirge gesammelt. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es hier sehr ausgedehnte Flächen von Obstgärten und Weinbergen, die wichtige Elemente dieser Landschaft darstellten. Obstbäume wurden dabei in landwirtschaftliche Flächen integriert, kombiniert mit Wiesen, Ackerland und Weiden. Das Obst wurde getrocknet, zu Most verarbeitet und über die Elbe auch in andere Teile der Welt exportiert.
Nach der Frostkatastrophe im Winter 1928/29, bei der eine große Zahl von Obstbäumen abstarb, und nach dem Zweiten Weltkrieg verschwanden viele dieser Obstgärten aus der Landschaft und wurden bis heute nicht in ihrem ursprünglichen Umfang wiederhergestellt.
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