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Obstlandschaft als Teil der zukünftigen Bioökonomie

Projekt OKliBio wurde am 11. Dezember auf dem Nationalen Bioökonomiekongress in Prag vorgestellt – als Beispiel dafür, wie traditionelle Landschaften eine moderne Rolle in der nachhaltigen Entwicklung spielen können. Streuobstwiesen und Obstalleen, auf die sich das Projekt konzentriert, wurden dabei nicht nur als kulturelles Erbe präsentiert, sondern auch als wichtiger Bestandteil der Bioökonomie und der Anpassung an den Klimawandel.

OKliBio fokussiert sich auf die Wiederherstellung und bessere Pflege von Streuobstwiesen in Nordböhmen und im benachbarten Sachsen. Diese Landschaftselemente tragen zum Schutz der Biodiversität, zur Kohlenstoffspeicherung, zur Verbesserung des Mikroklimas sowie zur Stärkung der lokalen Obstproduktion bei. Gerade die Verbindung ökologischer Vorteile mit praktischer Nutzung in der Landschaft zeigt, dass Bioökonomie nicht nur auf neue Technologien setzen muss, sondern auch auf eine kluge Weiterentwicklung bewährter Bewirtschaftungsformen.

Auf dem Kongress wurde das Projekt als Beispiel dafür vorgestellt, wie grüne Infrastruktur als Investition verstanden werden kann – in die Landschaft, das Klima und die regionale Wirtschaft. Streuobstwiesen wurden dabei im breiteren Kontext des Übergangs von einer fossil geprägten Wirtschaft hin zu nachhaltigeren Modellen diskutiert, die auf erneuerbaren biologischen Ressourcen basieren und lokale Bedingungen berücksichtigen.

Das Projekt OKliBio fügt sich somit in die aktuelle Debatte über Bioökonomie als Weg zu einer widerstandsfähigeren Landschaft und Gesellschaft ein. Es zeigt, dass auch scheinbar „gewöhnliche“ Obstbäume Teil der Lösung großer Herausforderungen unserer Zeit sein können – vom Naturschutz bis hin zum Klimawandel.

Poster


Diese Veranstaltung findet im Rahmen des Projektes Obstlandschaften für Klimaschutz und Biodiversität statt. 
Dieses Projekt wird aus dem Programm Interreg Sachsen – Tschechien 2021-2027 finanziert.
 
 
Platí: 20.10.2025-31.12.2030